Repertoire







"Die Schachnovelle"


von Stefan Zweig


VORPREMIERE AM 17. JANUAR 2013
PREMIERE AM 18. JANUAR 2013


Synopsis

Dr. B. wird eines Tages von der GESTAPO verhaftet und in ein hermetisch abgeschirmtes Hotelzimmer in Einzelhaft gebracht.
Seine aus Ermangelung jeglicher Ablenkungsmöglichkeit wachsende psychische Rastlosigkeit, intensiviert durch in unregelmäßigen Intervallen stattfindende Interrogationen durch die GESTAPO, wird gestillt durch seinen Diebstahl eines Schachbuchs mit 150 Meisterpartien, die er studiert, analysiert, und schließlich blind nachzuspielen vermag.
B.s Denkvermögen gewinnt dadurch drastisch an Schärfe, die ehemals gefürchteten Verhöre pariert er mit Leichtigkeit. Die wieder und wieder gespielten Partien aus dem Schachbuch beginnen bald ihn zu langweilen, und schließlich lässt er seinen in „Ich Weiss“ und „Ich Schwarz“ gespaltenen Verstand gegeneinander in Hunderten Spielen antreten. Seine Fähigkeit, virtuelle Partien gegen sich selbst zu spielen, erreicht ein manisches Ausmass, eine Schnelligkeit, die seine Nerven völlig überhitzt und seinen physischen wie psychischen Zusammenbruch erzwingt – eine „Schachvergiftung“ – welche seine Haftentlassung bewirkt.
Seine Verpflichtungserklärung, die Heimat umgehend zu verlassen, bringt B. schließlich auf einen Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, wo er im Rauchersalon Zeuge einer Schachpartie zwischen einem Großindustriellen, McConnor, und dem amtierenden Schachweltmeister Czentovic wird, in die er sich zu Gunsten McConnors einmischt und dem überraschten Czentovic ein Remis abringt.
Ein Duell zwischen dem schnell und präzise denkenden, ungeduldigen „Dilettanten“ B. und Czentovic, dem behäbigen, stumpfen und mechanisch agierenden Pragmatiker, „Sohn eines blutarmen südslawischen Donauschiffers“, wird veranschlagt.
B. kann das Spiel trotz wachsender Ungeduld über die enorme Langsamkeit seines Gegenübers für sich entscheiden. Die Revanchepartie, in welcher Czentovic mit scheinbar boshaftem Willen die Zugzeit von zehn Minuten mehr und mehr auskostet, entgleitet einem die Geduld verlierenden, zum Ende gänzlich verhetzten, erneut seiner „Schachvergiftung“ zum Opfer gefallenen B., der sich entschuldigt, und aufgibt.


Dauer: 1h20 (ohne Pause)



Besetzung

Dr. B. Reinhold GUGLER/Balázs POHL
Stefan Philipp KAPLAN
Mirko Czentovic Johannes NEUBERT
Der Kellner Jakub PIWOWARCZYK
Das Mädchen Madeleine STEINWENDER
Die Reporterin Lisa KRÖLL
McConnor Daniel GAVRIS

 

 

 

 

 

 

Dramatisierung Geirun TINO
   
Regie & Ausstattung Geirun TINO




Unser besonderer Dank geht an



      


Ein Auszug aus unserem jüngsten Publikumsfeedback:
Hier geht's zum Gesamtartikel

"Ich habe bis jetzt 2 Vorstellungen ihres Theaters besucht, "Die Schachnovelle" und "Der Spieler", und war (und bin es eigentlich immer noch) sehr bewegt, berührt und beeindruckt von den Darstellungen.
Das, war hier gezeigt wurde und wird ist höchste Schauspielkunst, die Intensität der Emotionen, die hier zum Ausdruck gebracht wurde, hat einen nachhaltigen Eindruck in mir hinterlassen.
Hier werden Gefühle nicht "nur" gespielt, hier werden sie gelebt, das ganze Wesen des Künstlers kommt in ihnen zum Ausdruck. Der Zuschauer beobachtet nicht nur das Geschehen, er ist Teil des Geschehens, und so wird die Distanz zwischen dem Künstler und dem Beobachter der Kunst aufgehoben.
Vor dem Hintergrund der minimalistischen Bühne heben sich die gelebten Gefühle noch stärker ab. Das Schwarz spiegelt die variantenreiche und vielfältige, breit gespannte Ausdrucksweise des Spiels noch stärker."
Sabine U.

DIE SCHACHNOVELLE<br>von Stefan Zweig



Bildergalerie